ABS 48: Ausbaustrecke München–Lindau–Grenze D/A

Wenig Güterverkehr auf der ABS 48 München – Lindau – Grenze D/A

Ausschnitt aus der Übersicht Nachfragezuwachs Güterverkehr 2030 gegenüber heute

Ausschnitt aus der Übersicht Nachfragezuwachs Güterverkehr 2030 gegenüber heute

Nachfragezuwachs Güterverkehr 2030 gegenüber heute (Übersichtskarte)

Nachfragezuwachs Güterverkehr 2030 gegenüber heute (Übersichtskarte)

Im Nord-Süd-Verkehr durch die Alpen werden im Einzugsbereich Deutschlands zwei Verkehrs­achsen so ausgebaut, dass sie nur geringe Streckenneigungen haben (sog. Flachbahnen):

  • Rotterdam/Amsterdam – Basel – Gotthard/Lötschberg – Mailand – Genua
  • Berlin – München – Brenner – Verona – Süditalien

Die zu den künftigen Nord-Süd-Achsen diagonal verlaufende Verbindung München – Lindau – Schweiz liegt außerhalb der Hauptgüterströme und weist zahlreiche einschränkende Parameter auf:

Nachteile durch ungünstiges Streckenprofil:

  • Lange eingleisige Streckenabschnitte verhindern einen Zeitvorteil für Güterzüge aus dem Raum München durch die Schweizer Alpentunnel.

  • Güterzüge können Personenzüge schlecht ausweichen, notwendige Überholgleise oder Kreuzungsgleise fehlen.

  • Dichter Regionalverkehr in engen Taktzeiten im Allgäu und in der Schweiz

  • Große Streckenneigungen: Güterzüge können nur mit eingeschränkter Last fahren.

  • Länge der Güterzüge ist auf rund 500 statt 740 Meter begrenzt: In Bahnhöfen, in denen sich Züge kreuzen, fehlen lange Überholgleise.

Nachteile bei Zeit und Kosten:

  • Die Brennerachse ist von München aus für fast alle Ziele in Italien die kürzere Strecke und damit für die Schienenspediteure schneller und preisgünstiger.

  • Die Eisenbahnverkehrsunternehmen zahlen Trassenpreise für jeden Streckenkilometer: Die Preis ist ein entscheidendes Kriterium für die Routenwahl.

  • Mit der für 2060 geplanten Inbetriebnahme des Brennerbasis­tunnels erhöht sich der Zeitvorteil über die ausgebauten Brennerzulaufstrecken in Richtung Italien weiter.