ABS 48: Ausbaustrecke München–Lindau–Grenze D/A

Elektrifizierung Bahnstrecke München – Memmingen – Lindau: Planfeststellung auf einen Klick

Bei acht von 21 Abschnitten liegen die Pläne bereits zur Einsicht für Bürger aus • Pläne zum Projektstatus lassen sich im Internet einsehen • Erster Erörterungstermin

(München, 9. Dezember 2015) Im Genehmigungsverfahren für die Elektrifizierung der Bahnstrecke München – Memmingen – Lindau  setzt die Bahn weiterhin auf Transparenz. Alle zur Genehmigung notwendigen Pläne können parallel zur öffentlichen Auslegung auch im Internet eingesehen werden. Die Bahn bietet auf der Projekthomepage diesen Service an. Im  formalen Genehmigungsverfahren hat es den ersten Erörterungstermin vor Ort gegeben. Das Eisenbahnbundesamt verantwortet das Verfahren, regionale Anhörungsbehörden führen vor Ort die Termine durch.

Vielerorts haben die Bürger derzeit die Möglichkeit, sich zu dem Verfahren zu äußern. Um die Verfahrensschritte zu vereinfachen und dem Eisenbahn-Bundesamt mehr Flexibilität bei der Prüfung zu ermöglichen, wurde die 157 Kilometer lange Ausbaustrecke{p}Mit Ausbaustrecke (ABS) werden bereits existierende Eisenbahnstrecken bezeichnet, die durch umfangreiche Baumaßnahmen für höhere Geschwindigkeiten sowie höhere Kapazitäten ertüchtigt werden.{/p} in 21 Planfeststellungsabschnitte unterteilt. Terminiert sind aktuell 8 von 21 Anhörungsverfahren. Aktuell liegen die Pläne und Gutachten für die Streckenabschnitte Sontheim – Memmingen und Tannheim – Aichstetten für die jeweils betroffenen Kommunen in den Rathäusern aus.

Der Projektleiter Matthias Neumaier sieht sich nach der öffentlichen Auslegung der ersten sechs Abschnitte bestätigt: „Die Anhörungsbehörde verzeichnet aus den öffentlichen Auslegungen in Mindelheim, Buchloe, Hergatz und Röthenbach nur eine geringe Zahl von schriftlichen Rückmeldungen.“ Dabei stünden konkrete fachliche Themen – insbesondere Fragen nach dem Schallschutz im Vordergrund.

Dies zeigte auch der erste Erörterungstermin in Rammingen (Bay). Hier ergab sich unter der Leitung der Anhörungsbehörde, der Regierung von Schwaben, eine so ausführliche wie sachliche Diskussion über alle Einwendungsthemen, so Neumaier.

Die Elektrifizierung und der bogenschnelle Ausbau soll die Bahnverbindung zwischen den Metropolregionen München und Zürich deutlich schneller machen. Eine Fahrzeit von unter 3:30 Stunden zwischen Limmat und Isar ist dann möglich. Zusätzlich profitiert der Regionalverkehr von der neuen Infrastruktur.

„Für uns gilt der Inbetriebnahme-Termin Ende 2020“, erläutert Neumaier. Unter anderem ist die finanzielle Beteiligung der Schweiz an dieses Datum geknüpft. „Für die Bürger und Bahnreisenden entlang der Strecke bedeutet das eine Hauptbauphase zwischen 2018 und 2020“, so Neumaier. So wenig wie möglich Beeinträchtigungen beim Ausbau zu verursachen, ist eine Aufgabe, der sich das DB-Planungsteam für die anstehende Ausschreibung und Bauausführung verschrieben hat. Ganz ausschließen lassen sich allerdings zeitweise Schienen-Ersatzverkehre nicht. „Das ist bei einer eingleisigen Strecke leider nicht immer zu vermeiden“, so Neumaier.

Alle Informationen zum Projektstatus findet man in einer übersichtlichen Tabelle unter Projektstatus

Presseinformation

09.12.2015

zurück