ABS 48: Ausbaustrecke München–Lindau–Grenze D/A

Prognose-Zugzahlen

Ausschnitt aus den Bedienangeboten des Schienenpersonenfernverkehrs im Zielnetz, „Überprüfung des Bedarfsplans für die Bundesschienenwege, BVU/ITP November 2010“

Ausschnitt aus den Bedienangeboten des Schienenpersonenfernverkehrs im Zielnetz, „Überprüfung des Bedarfsplans für die Bundesschienenwege, BVU/ITP November 2010“

Prognose-Zugzahlen sind im Rahmen eines Bauprojektes vor allem für zwei Fragen von Bedeutung:

  • Wie muss die Infrastruktur dimensioniert werden? Die prognostizierten Zugmengen sollen über die künftige Bahninfrastruktur abgewickelt werden können.
  • Was muss für den Lärmschutz getan werden? Die prognostizierten Zugmengen sind die Basis für die Ermittlung von Schallemissionen und die Ableitung der erforderlichen Schallschutzmaßnahmen.

Grundlage der Prognose-Zugzahlen ist der Bundesverkehrswegeplan{p}Ein Bundesverkehrswegeplan ist die Planungsgrundlage für die Erhaltung, die Entwicklung und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Er bildet sowohl den Aus- und Neubaubedarf, sowie den Bedarf an Erhaltungsmaßnahmen für die Verkehrswege Straße, Schiene und Wasserstraße ab; eine mögliche Finanzierung der Projekte wird hier nicht berücksichtigt. Eine gesetzliche Grundlage wird erst durch die Aufnahme der BVWP-Projekte mittels Beschluss des Bundestages in die Bedarfspläne der Ausbaugesetze – für Schienenwege das Schienenwegeausbaugesetz - geschaffen. Die Umsetzung der Bedarfspläne erfolgt in Abhängigkeit des zur Verfügung stehenden Investitionsrahmens.{/p} {p}(siehe auch {a href="http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/UI/bundesverkehrswegeplan.html" target="_blank" class="link-internal"}hier{/a}){/p}. Für Bahnprojekte werden die Verkehrsprognosen des Bundes für den Personenfernverkehr und Güterverkehr zugrunde gelegt. Hinzu kommen die Prognosen für den Schienenpersonen-Nahverkehr, die von den zuständigen Aufgabenträgern der Länder erstellt werden. Im Auftrag des Freistaats Bayern plant und bestellt die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) den bayerischen Regionalverkehr, für das Land Baden-Württemberg ist das Ministerium für Verkehr in Zusammenarbeit mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbh (NVBW) zuständig.

Die Prognosen berücksichtigen sowohl die absehbaren wirtschaftlichen und demographischen Entwicklungen, als auch die verkehrlichen Entwicklungen, wie z.B. den geplanten Infrastrukturausbau in der Bundesrepublik Deutschland.

Aktuell sind für den Personenfern- und Güterverkehr die Prognosezahlen des Bundes aus der „Überprüfung Bedarfsplan{p}Der Bedarfsplan für die Bundesschienenwege ist ein Anhang zum Bundesschienenwegeausbaugesetz des Bundes und enthält dringliche Baumaßnahmen zum Ausbau des Verkehrsnetzes. Er ist nach dem Bundesschienenwegeausbaugesetz spätestens alle fünf Jahre unter Berücksichtigung der Wirtschafts- und Verkehrsentwicklung zu überprüfen und ggf. anzupassen. Über den Bedarfsplan Schiene werden Aus- und Neubaumaßnahmen für den Fern- und Güterverkehr finanziert.{/p} {p}(siehe auch {a href="http://www.bmvi.de/DE/VerkehrUndMobilitaet/Verkehrspolitik/Verkehrsinfrastruktur/Bedarfsplanueberpruefung/bedarfsplanueberpruefung_node.html" target="_blank" class="link-internal"}hier{/a}){/p} 2010“ mit dem Zielhorizont 2025 die Basis für die Planfeststellungsunterlagen. Gegenwärtig wird vom Bundesverkehrsministerium die Verkehrsprognose mit dem Prognosebezugsjahr 2030 erarbeitet. Mit Abschluss der Untersuchungen und Veröffentlichung der streckenbezogenen Prognose 2030 sind dann bei laufenden Planfeststellungsverfahren diese neuen, aktuelleren Zugzahlen zu berücksichtigen - unter anderem auch für die Schallschutzberechnung.

Auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird erklärt, wie die Prognosen des Bundes mit Bezug auf das Jahr 2030 erarbeitet werden (siehe auch hier).

Die aktuell für die Projektplanung „ABS 48 - München – Lindau – Grenze D/A“ unterstellten Zugzahlen 2025 können Sie dem Download rechts entnehmen.